Herzlich Willkommen beim Fachverein der Schäffler Münchens

Spielerker des Münchner Rathauses





Festprolog des Münchner Kindls an die Tänzerschar

Als einst vor bald fünfhundert Jahr,
ein Städtchen unser München war,
da kam die Pest als grimmer Gast
und raffte wohl ein Drittel fast
der braven Bürgerschar dahin,
so steht es in der Chronik drin.

Die ganze Stadt war öd und leer,
es stockten Handel und Verkehr,
es blieb ein jeder still zu Haus
und Trauer war und Not und Graus.

Da bracht´ die wack´re Schäfflerzunft
die Leute wieder zur Vernunft.
Denn junge Burschen frisch und keck,
die noch das Herz am rechten Fleck,
die zogen da mit Faß und Kranz
von ihrer Herberg´ aus zum Tanz.

Daß sie´s getan, das war wohl gut,
die Bürger faßten neuen Mut
und überwanden Sorg´ und Not,
die ihnen bracht der schwarze Tod.

Der schöne Brauch vom alten Schlag,
ein Sinnbild ist´s für uns´re Tag.
Wie traf der Krieg die Stadt so hart,
wie eng war´n Not und Leid gepaart
und wie hat Mut und frische Kraft
an ihrem Aufbau dann geschafft.

So grüßen wir den alten Brauch,
der heute noch geübt wird auch
und den uns alle sieben Jahr
auf´s neue zeigt die Schäfflerschar.
Mög´ ihre Kunst noch lange blüh´n
und wie aus Buchs die Kränzlein grün,
verwelken nicht.
In ernster Zeit schenk´ sie uns frohe Heiterkeit!

Sind wieder sieben Jahr´ vorbei,
ersteht der Brauch uns wieder neu.
In München, wie in alter Zeit,
zu seiner Bürger Lust und Freud.

(von Hermann Roth)

Ergänzung zum Schäfflertanz Sonderedition 2022 - Schäfflertanz für das Leben

...
In ernster Zeit schenk´ sie uns frohe Heiterkeit!

Daß abermals die Pest so schnell entfacht,
das hätte sich kaum einer gedacht.
Trotz Hygiene und Sauberkeit,
macht sich Corona weltweit breit.

Mein Prolog ist aktuell,
damals wie heute
und meine Aufgabe ist es nun,
die Angst zu nehmen aller Leute.

Deshalb tanzen die Schäffler wie´s damals war,
in München auf den Straßen auch in diesem Jahr.
Der Brauch wird weiterhin besteh´n,
und wir werden uns 2026 sicher wieder seh´n

(Melanie Baumann)